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Negative Glaubenssätze verändern in 5 Schritten

Negative Glaubenssätze verändern in 5 Schritten

"Oh nein!?!" Ich hatte puddingweiche Knie und mir war ganz schlecht. An der Börse herrschte ein absolutes Gemetzel – und ich war mittendrin! Zu diesem Zeitpunkt habe ich mir einen hartnäckigen Glaubenssatz eingefangen, der mich lange begleiten sollte.

Es war Anfang der 2000er – und ich war zockender Börsenneuling. Wie viele andere träumte ich davon, schnell viel Kohle an der Börse zu verdienen. Mit für mich sehr blutigem, unschönem Ausgang. Denn viele hart verdiente Euros gluckerten damals in rasanter Geschwindigkeit aus meinem Depot, so dass ich – panisch und entnervt – mit dicken, dicken Verlusten alles verkaufte.

Da saß ich nun – mit verbeulter Nase und war fest überzeugt:

„Ich bin ein kompletter Loser in Aktienanlagen! Nie wieder Börse!“

Dieses Päckchen habe ich dann lange mit mir herumgetragen. Ich hatte keine Ahnung davon, dass man solche Glaubenssätze verändern kann. Kennst du solche Glaubenssätze auch in deinem Leben? Dinge, die du über dich glaubst, über die Welt und wie das Leben so spielt – und zwar felsenfest ohne daran zu zweifeln? Das rauscht einfach so durch deinen Kopf – ohne den geringsten Widerstand. 

Jeder Mensch trägt einige Glaubenssätze mit sich herum - positive wie negative. Schwierig sind natürlich die negativen Glaubenssätze, da sie uns limitieren und unsere Möglichkeiten begrenzen. An ihnen sollten wir achtsam arbeiten.

Das Problem mit negativen Glaubenssätzen: wir bemerken sie kaum und hinterfragen sie nicht

Dieser Glaubenssatz von damals hatte sich durch diese negativen Erfahrungen so fest in meinen Kopf eingebrannt, dass ich ihn jahrelang mit mir herumtrug, als wahr annahm und lange nicht hinterfragt habe. "Is so!"

Klar, ich hatte diese prägende Referenzerfahrung gemacht, dass ich ziemlich planlos spekuliert und dabei eine Menge Geld verloren hatte. Aber war das ein Grund, das für den Rest meines Lebens zu glauben und mir damit Möglichkeiten zu rauben? Definitiv nicht!

Einige Jahre später habe ich dann angefangen intensiver über die Ereignisse nachzudenken und diesen negativen Glauben nicht mehr einfach hinzunehmen. So lange, bis sich das, was ich glaubte, positiv verändert hatte.

Es macht also Sinn, sich negative Glaubenssätze bewusst zu machen, darüber zu reflektieren und sie behutsam zu verändern. Denn sie beeinträchtigen fast immer unser Leben und nicht selten leiden wir mehr oder weniger stark unter ihnen.

Mit diesen 5 Schritten kannst du deine negativen Glaubenssätze verändern und an ihnen arbeiten:

1. Halte deine Glaubenssätze fest

Dir Glaubenssätze bewusst zu machen – sie zu bemerken – ist absolut notwendig, denn nur so hast du überhaupt die Chance, daran etwas zu verändern. Schreibe dir also negative Glaubenssätze auf und halte sie auf diese Weise fest.

Da wir diese Gedanken – wie schon geschrieben – meist nicht wirklich wahrnehmen, musst du also sehr achtsam dem "lauschen", was sich in deinem Kopf abspielt.

Manchmal wirst du feststellen, dass du eher ein Glaubensmuster hast. Also keinen wirklich formulierten Satz, sondern eher diffuse, bruchstückhafte Gedanken, die du trotzdem als Glauben wahrnimmst. Du solltest versuchen, diese losen, wabernden Gedanken zu verdichten und in einen Satz zu formen, um es greifbarer für dich zu machen.

2. Reflektiere und hinterfrage deine Glaubenssätze

Wenn dir ein Glaubenssatz bewusst geworden ist, solltest du sehr achtsam darüber nachdenken, wie du ihn dir "eingefangen" hast. Hinterfrage ganz konkret, ob er den Tatsachen entspricht, indem du dich beispielsweise fragst:

Ist das wirklich wahr? Wieso glaube ich das? Welche Fakten begründen diesen Glauben?

Das Witzige ist, dass man oft feststellt, dass gar nicht so viel dran ist. Manchmal war es nur ein einziges Ereignis, das ihn hat entstehen lassen. Wenn du das bemerkst, kann alleine schon das deinen Glaubenssatz entwaffnen, weil es evtl. kaum andere Gründe als Auslöser dafür gibt. Im Regelfall sind es wirklich nur ganz wenige, aber intensive Erfahrungen, die den negativen Glauben erschaffen.

Schreibe dir alles auf, was dafür spricht, dass dein Glaubenssatz berechtigt ist. Versuche ebenfalls Gründe zu finden, die dagegen sprechen. Mache am besten eine kleine Liste mit "Stimmt, weil…" und "Stimmt nicht, weil…". 

Möglicherweise wird das deinem negativen Glaubenssatz schon den Wind aus den Segeln nehmen, weil du vielleicht feststellt, dass er nicht der Wahrheit entspricht.

3. Bilde eine neue Brücke mit relativierenden Glaubenssätzen

Trotzdem ändern sich Glaubenssätze, die fest in dir verankert sind, im Normalfall nicht von heute auf morgen. Dafür hast du sie einfach zu lange ohne jeden Zweifel hingenommen und sie so ungewollt in dein Unterbewusstsein gepflanzt. 

Und wenn du dich heute als Loser fühlst, wird sich dein Unterbewusstsein erst recht schlapp lachen, wenn du dir jetzt einhämmern willst, dass du der Mega-Siegertyp bist.

Du solltest dir deshalb Schritt für Schritt neue, relativierende und positive Glaubenssätze schaffen – sozusagen als Brücke vom alten zum neuen, gewünschten Glaubenssatz.

In meinem Beispiel war das:

"Bislang war ich an der Börse nicht erfolgreich, aber ich eigne mir das Wissen an, um in Zukunft gute Anlageentscheidungen treffen zu können."

Was denkst du? Wenn man das so formuliert, ist das etwas, das man ohne große Widerstände glauben kann, oder?

4. Neue Referenzerfahrungen schaffen

Wenn du das so machst wie ich, dann musst du natürlich auch dafür sorgen, dass ein neues Fundament für deinen positiven Glauben entstehen kann. Du brauchst also neue, positive Referenzerfahrungen, die das bestätigen und bekräftigen, was du glauben möchtest. In meinem Fall habe ich also Bücher gelesen, gelernt und mich intensiver mit Aktienanlagen beschäftigt.

Diese Erfahrungen haben mir erstens meine Fehler von früher aufgezeigt und zweitens eine Wissensbasis für bessere, klügere Entscheidungen entstehen lassen. Ich konnte nun die Gründe meiner Verluste verstehen und wie ich zukünftig investieren sollte. 

Nachdem ich dadurch langsam Vertrauen in meinen neuen Glaubenssatz gewann, begann ich ein wenig und sehr solide zu investieren.

So wurde dieser erste, relativierende, neue und positive Glaubenssatz gestärkt und genährt. Das konnte ich nun wirklich im Innersten annehmen, weil es auch für mein Unterbewusstsein glaubwürdig war. Auf diese Weise verblasste der negative Glaube von früher allmählich und wurde ersetzt durch einen neuen, positiveren Glauben.

5. Glaubenssätze immer weiter in die gewünschte Richtung verändern

Du kannst deine Glaubenssätze auf diese Weise Schritt für Schritt weiter verändern und positiv verbessern. So wirst du früher oder später wirklich das glauben können, was dir jetzt so entfernt erscheint wie die Sonne von der Erde.

Mein negativer Glaubenssatz von damals hat sich bis heute verändert zu:

"Ich investiere äußerst erfolgreich, weil ich sehr solide Anlageentscheidungen treffen kann, die auf Wissen und Substanz basieren!"

Wenn du Glaubenssätze verändern willst, ist es – wie gesagt – entscheidend, dass du dein Unterbewusstsein überzeugst – sonst hast du keine Chance. Es ist viel mächtiger als dein Tagesbewusstsein. Dir naiv und blind etwas vorzugaukeln, bringt dir deshalb nichts. Du musst die Dinge wirklich tief in dir drin annehmen können. 

Du kannst also immer wieder daran arbeiten deine Glaubenssätze zu verändern und die vorherigen Schritte wiederholen, bis du felsenfest von dem überzeugt bist, was du glauben möchtest.

Ich mache das heute regelmäßig in meinem Erfolgsjournal, wo die Glaubenssätze ein fester Bestandteil der Reflexionsfragen sind.

Dranbleiben! Dein Weg ist das Ziel!

 Bild mit Link zur Shop-Seite der Startversion vom DRANBLEIBEN Erfolgsjournal

2 Kommentare

  • Hallo Sophie,

    es ist klar, dass wir alle nicht nur Stärken haben. Insofern gibt es immer auch Glaubenssätze, an denen – sagen wir mal – ein bisschen was dran ist. Die Frage, wie man damit umgeht. In dem Fall hat das vielleicht auch etwas mit Selbstakzeptanz oder Selbstliebe zu tun. Ich kenne solche Punkte selbst auch.

    Zunächst mal ist aber die Frage, ob du in der Sache bei der Einarbeitung überhaupt in der Lage bist, das in der Geschwindigkeit zu machen. Das kann ich nicht beurteilen, aber es macht definitiv einen Unterschied, ob man in etwas geübt ist oder nicht.

    Es wird auch so oder so immer jemand geben, der etwas schneller kann.

    Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass dies hier keine Rolle spielt, würde ich dir aus meiner Erfahrung dazu raten, die positiven Aspekte zu sehen. Hier vielleicht im Sinne von “Ich bin vielleicht nicht immer so schnell wie andere, dafür erledige ich es genauer/gewissenhafter/mit mehr Liebe” – oder etwas in der Art.

    Meine Empfehlung wäre also, dass du entweder versuchst die positiven Aspekte daran zu sehen, dass du ggf. nicht so schnell bist wie andere oder dich in dem Punkt einfach so annimmst und dafür deine Stärken feierstt.

    Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen.

    Viele Grüße
    Matthias

    - Matthias
  • Hallo Matthias.
    Ich würde gerne von dir wissen wie du mit negativen Glaubenssätzen umgehst die wahr sind.
    In der Grundschule wurde bei mir ADHS
    festgestellt. Ich konnte mich nur schwer konzentrieren und war viel zu langsam. Als es dann feststand das ich wirklich ADHS hatte bekam ich bei Prüfungen einen Sonderstatus.
    Ich saß ganz hinten im Klassenzimmer und hatte kein Zeitlimit für Proben. Während die anderen nach einer Stunde fertig sein mussten und der Unterricht für sie weiter ging, durfte ich so lange ich wollte an meiner Probe schreiben.

    Ab der fünften Klasse legte sich das Problem. Ich musste keine Tabletten mehr nehmen und brauchte auch nicht mehr Zeit. Ich habe auch einen schönen Beruf erlernt. Augenoptikerin.

    Mittlerweile bin ich Ende 20 und vor kurzem hatte ich eine negative Erfahrung in der Arbeit gemacht. Ich werde in einer neuen Abteilung eingelernt. (Sie macht mir sehr Freude)
    Ich habe eine Arbeit viel zu langsam fertig gestellt. In 1 Stunde sollte sie fertig sein. Ich brauchte 2,5.
    Da kam nun wieder der Gedanke der mich seit meiner Kindheit verfolgt. „Du bist zu langsam. Alle anderen sind schneller.“

    Das belastet mich sehr. Ich freue mich schon auf deine Nachricht.
    Und vielen Dank für das Journal!!

    - Sophie

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